Schultheater

Von 2005 bis 2009 habe ich an Schulen in Berlin und Niedersachsen Workshops zur Stückentwicklung geleitet. Ziel war die Erarbeitung eigener Spielvorlagen anstelle der Einstudierung von „Klassikern“. Der Weg führte vom Einführungs- und Übungsworkshop „Erzählen im Theater“, über die Suche nach einem Stoff – der oft auch eine Selbstreflektion der Teilnehmenden wurde, zum Schreiben und Einstudieren der Szenen und schließlich zur Aufführung vor Eltern, Lehrern und Mitschülern. Nicht immer war die Arbeit so erfolgreich und freudvoll wie bei der Inszenierung von „Romeo und Julia in Neukölln“ an der Ernst-Abbe-Oberschule in der Sonnenallee, das einen „Förderpreis Praktisches Lernen“ aus der Hand des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit erhielt. Aber es zeigte sich in allen Projekten, dass großes Potential für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen im Darstellenden Spiel, vor allem in der Gestaltung eigener Konflikte und Lebenswirklichkeiten, liegt. Selbst die Workshops, die kein aufführbares Stück zur Folge hatten, waren eine anregende Erfahrung für die teilnehmenden Schülerinnen (es waren, bis auf sehr wenige Ausnahmen, tatsächlich fast immer nur Mädchen, die sich die dramaturgische Arbeit zutrauten).